Gästemeinung

Liebe MitarbeiterInnen des Hospiz Sinus, liebe BewohnerInnen und BesucherInnen,

meine Mutter Helga Lentner ist vor vier Monaten im Hospiz Sinus gestorben. Was ich mit Euch und Ihnen teilen möchte, und die MitarbeiterInnen werden sich daran erinnern, ist die enge Verbindung, die zwischen meiner Mutter und ihrer Enkeltochter bestanden hat. Als Mama das erste Mal aus dem Koma erwachte, guckten sich lange so intensiv an, dass man plötzlich spüren konnte, dass zwischen beiden etwas bestand, zu dem wir anderen keinen Zugang hatten.

Janna hat viele Stunden wach und schlafend im Arm ihrer „schlafenden“ Oma verbracht, und allen bot sich ein Bild großer Harmonie und tiefen Friedens. Als meine Mutter später noch einmal erwachte, war das letzte, was ich sie sagen hörte „Janna“. Als Mama schließlich starb, waren mein Vater, mein Bruder und ich anwesend.

Mama guckte uns alle noch einmal an, mit einem Ausdruck absoluten Vertrauens und absoluter Geborgenheit. Dieser Blick erinnerte mich an etwas, und später viel mir ein, dass Janna in ihren ersten Lebenswochen mit eben diesem Blick geguckt hatte: „Alles ist gut, ich fühle mich wohl und geborgen. Ihr seid da. Alles ist gut.“… Ich bin sehr traurig über den Tod meiner Mutter, aber so dankbar, dass sie und Janna und wir diese Zeit miteinander hatten. Vielen Dank für den Rahmen, den das Hospiz uns gegeben hat, indem wir unsere Mutter, Ehefrau, Schwester, Tante, Freundin und Oma so intensiv begleiten durften.

Liebe Grüße,

Ulrike Lentner

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